Binding Preis

Der „Binding Preis für vorbildliche Waldpflege“ wurde 1987 zum ersten Mal verliehen. „L’azienda forestale regionel del Malcantone“ war die erste Preisträgerin für ihr Pilotprojekt für die Bewirtschaftung der Tessiner Kastanien-Wälder. Professor Dr. Hansjürg Steinlin, der an der Konzipierung des Preises massgeblich beteiligt war, und auch unseren Preis von der Stiftung aus betreute, umschrieb die Grundsätze etwa wie folgt:

·  In jüngster Zeit erbrachte fortschrittliche Leistungen aus eigener Initiative werden belohnt.

·  Vorhaben, die als Vorbilder für andere Waldeigentümer dienen können, werden ermöglicht.

·  Behörden und Bevölkerung werden über innovative Bewirtschaftung der Wälder orientiert.

·  Die Preisträger werden in ihrem Selbstvertrauen gestärkt.

Es ging also nicht in erster Linie darum, eine langjährige gute Bewirtschaftung des Waldes zu honorieren, sondern man wollte vor allem gute Anfänge unterstützen und aus schwierigen Situationen heraushelfen, wo dies aussichtsreich und erfolgversprechend erschien. Dabei wurde von Anfang an sehr viel Wert auf ökologische Nachhaltigkeit gelegt.

Nicht weniger als 30 mal wurde der Preis verliehen, an ganz verschiedene Waldeigentümer in allen Regionen der Schweiz, im Gebirge, im Flachland, an öffentliche Waldeigentümer und an private Gemeinschaften, zuletzt im Jahr 2016 an die Bürgergemeinde Basadingen-Schlattingen, zum zweiten Mal im Thurgau.

 

Unsere Waldkorporation hat den Preis im Jahr 1992 erhalten. Er war für sie eine grosse Hilfe. Der Betrieb war noch nicht gut ausgerüstet, verschuldet, und es gab auch bedeutende Rückstände in der Bewirtschaftung des Waldes. Der Preis belohnte die in den Vorjahren zielstrebig geleistete Aufbau-Arbeit, ermöglichte mit dem hohen Preisgeld einen Investitions-Schub und verlieh dem Betrieb auch die wohlverdiente Wertschätzung in der Öffentlichkeit.